Wir wollen unsere Menschenrechte zurück!

Das Urteil des Koblenzer Verwaltungsgerichts ist ein Skandal!

Nicht nur wird damit zum ersten Mal eingestanden, dass die Praxis des „Racial-Profiling“ in Deutschland von Polizeibeamten angewandt wird, dieses Vorgehen erhält durch das Urteil auch noch eine Legitimation.

Zur Vorgeschichte: Ein Deutscher Zugreisender wurde aufgrund seiner Hautfarbe von der Bundespolizei auf der Strecke Koblenz – Frankfurt am Main aufgefordert sich auszuweisen. Basierend auf bisherigen Rassismuserfahrungen bei Bahnreisen, weigerte sich der Kläger seine Papiere vorzuzeigen und wurde deshalb auf das Revier mitgenommen. Die Bundespolizei zeigte den Mann wegen Beamtenbeleidigung an. Im Verfahren gegen den Mann gaben die Beamten bereits zu Protokoll, den Mann aufgrund seiner Hautfarbe gezielt kontrolliert zu haben, da sie ihn für einen ohne Papiere nach Deutschland Einreisenden hielten. In Folge wollte der Mann gegen die diskriminierende Praxis klagen, sein Anliegen wurde jedoch abgewiesen.

Das Verwaltungsgericht in Koblenz hat mit seiner Entscheidung, die Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland und die Bundespolizei zurückzuweisen, Schwarze Menschen und People of Color in Deutschland, mit und ohne deutsche Staatsbürgerschaft, zu Verdächtigen erklärt. Es entsteht eine diskriminierende Situation für einen Großteil der in Deutschland lebenden Menschen. Mit jeder Kontrolle werden Menschen „ausländischen Aussehens“ (so der Wortlaut der Polizei) daran erinnert, dass sie als nicht-zugehörig zur Gesellschaft bzw. als mögliche Straftäter_innen identifiziert werden. Bundespolizist_innen haben von nun an eine Rechtsgrundlage mit der sie rassistische und diskriminierende Denkmuster und Vorgehensweisen rechtfertigen können. Das Urteil trägt außerdem in großem Maße dazu bei, die veraltete Auffassung zu bekräftigen, dass die Deutschen eine homogene Gruppe seien. Die systematische Kriminalisierung von Menschen aufgrund äußerlicher Merkmale hat in Deutschland eine lange Tradition, derer man sich bewusst sein muss und dies allein sollte schon Warnung genug sein.

Dieses Urteil widerspricht dem deutschen Grundgesetz (s. Artikel 3), dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (s. Artikel 1, 2, 3, 6, 7, 8, 9, 13, 28)!

Wir wollen und sollten das nicht hinnehmen, daher bitten wir euch die Petition hier zu unterschreiben und auch fleißig weiterzuleiten!

Zum Geleit gibts noch zwei Zitate:

„There’s power in numbers!“

„If you’re not part of the solution, you’re part of the problem.“

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…es werden immer mehr…

…Möglichkeiten sich mit uns zu verbinden!

Das WasWeissIch-Haserl gibts jetzt auch auf Facebook, dort hat es seine eigene Platform zum Austauschen und Diskutieren gestartet und freut sich schon auf viele Likes. Auf der Facebookseite können Erfahrungen mit alltäglichem Rassimus mitgeteilt und dokumentiert werden. Dort soll aber nicht einfach nur rumgejammert werden, sondern auch ganz konkret und konstruktiv an Strategien für den Umgang mit und die Bekämpfung von Alltagsrassismus gearbeitet werden.

Außerdem kann mit dem Haserl jetzt auch ge-Twittert werden. Mit einem Klick auf den Follow-Button von @triscartan gibts immer Updates über alle Aktivitäten und Projekte die derzeit in Arbeit sind.

Also, drückt „like„, „follow„, kommentiert, postet und twittert fleißig drauf los!

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[The good] the bad & the ugly

Liebe Häschen,

es ist wieder einiges passiert in den letzten zwei Wochen. Die Schwarze Community in Deutschland hat alle Hände voll zu tun! Wir wollen euch einen Überblick über Fälle von Alltagsrassismus in diesem Jahr geben.

Disclaimer! Natürlich (leider) sind die erwähnten Vorfälle nicht die einzigen. Wir haben diejenigen ausgewählt, die das meiste mediale Interesse geweckt haben und solche, die uns persönlich am meisten berührt haben.

Januar 2012

BLACKFACE – Das Schloßparktheater in Berlin gab den Startschuss für eine ganze Reihe von Theaterinszenierungen, die sich der rassistischen Praxis des Blackfacing bedienten. Die Theaterintendant_innen reagierten auf Beschwerden und Kritik aus der Schwarzen Community mehrheitlich mit Zurückweisung und Ignoranz. Die meisten Zeitungen behandelten das Thema wenn überhaupt nur in der Online-Ausgabe. Dort ergaben sich dann dank mangelder Moderation reichhaltige Platformen für die Weiterverbreitung rassistischen Gedankenguts in den Kommentaren. Debattiert wurde viel, allerdings bis auf ein oder zwei Ausnahmen immer ohne Schwarze Menschen (die ECHTEN, nicht die angemalten) bzw. deren Meinung miteinzubeziehen. Wir finden das richtig schwach und warten noch immer auf Antworten auf die Briefe die wir an die Verantwortlichen geschickt haben.

P.S.: Die Stücke wurden nicht umbesetzt oder abgesetzt, sondern liefen und laufen weiter.

Februar 2012

Während wir noch immer versuchen mehr Aufmerksamkeit für unsere Kritik am Blackface-Theater zu erregen, bahnt sich schon wieder der nächste Rassismusvorfall an.

POLIZEIKALENDER – Ende des Monats war er in aller Munde und sorgte dort zumeist für Brechreiz. Die rassistischen, diskriminierenden und diffamierenden Karikaturen wurden von einer weißen bayerischen Polizistin geschaffen und erfreuten sich scheinbar großer Beliebheit. Nach öffentlich Werden des Kalenders war dieser innerhalb kürzester Zeit vergriffen (wer weiß, vielleicht wurde er ja noch nachgedruckt?). Offiziell zumindest wurde der Kalender sofort aus den Polizeistellen verbannt. Die Mehrheit der Printmedien griff den Fall auf, doch sie alle stellten den offenkundigen Rassismus in ihren Titeln in Frage. Wieder einmal eine Enttäuschung! Was könnte denn irgendwie nicht rassistisch sein an Karikaturen im abscheulichsten Kolonialstil?

Wirklich Abhilfe schaffen würde da unserer Meinung nach nur ein Sensibilisierungstraining für alle (angehenden) Polzist_innen – und zwar verpflichtend und von erfahrenen Anti-Rassismustrainer_innen durchgeführt!

März 2012

RACIAL PROFILING – In Koblenz werden uns in einem Urteil Grund- und Menschenrechte abgesprochen. Ab sofort ist es legal, dass die Bundespolizei Ausweiskontrollen (auf der Suche nach „illegalen“ MIgrant_innen) basierend auf äußerlichen Merkmalen, also auch der Hautfarbe, durchführt. Dies entspricht der Racial Profiling Methode und bedeutet für sehr viele Deutsche, dass wir nun keine Möglichkeit mehr haben uns gegen polizeiliche Diskriminierung richtig zu wehren bzw. zu schützen. Im Urteil wurde wörtlich von „ausländischem Aussehen“ gesprochen. Diese Ausdrucksweise jagt uns eiskalte Schauer über den Rücken und erinnert doch sehr stark an Deutschlands vergangene intensive Beschäftigung mit der Frage wie „ein richtiger Deutscher“ auszusehen hat. Brrrr!

Bemerkenswert an dem Fall ist vor allem, wie bedeckt sich die meisten Mainstream Medien gehalten haben. In den USA oder im UK würde Vergleichbares tage- oder sogar wochenlang die Titelseiten beherrschen (siehe zum Vergleich den Fall von Trayvon Martin). Doch hier in Good Old Germany gibt es ein paar kleine unkritische Artikelchen irgendwo am Seitenende und dann wird das Ganze schnell vergessen gemacht, bevor „die“ sich wieder aufregen. – Tja, zu spät, wir sind sauer und fordern eine Revision des Urteils!

April 2012

….soweit nichts neues vom Alltagsrassismus…. Dafür arbeiten wir fleißig an der Organisation einer Informationsveranstaltung der Schwarzen Community in München. Außerdem will unser Workshop ja auch noch verbessert werden. Sobald wir mehr Neuigkeiten für euch haben, gibts das nächste Update!

Haltet die Ohren steif!

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Nachtrag

Häschen,

hier kommt wie versprochen die Kritik an den Internationalen Wochen. Wir machen es kurz und betonen, dass es sich hier um unseren persönlichen Eindruck und unsere persönliche Meinung handelt. Die „Schlimmen“ zuerst:

  • Wir fanden es schade, dass nicht alle Räumlichkeiten barrierefrei waren
  • Für viele Veranstaltungen war unserer Meinung nach zu wenig Zeit eingeplant, sodass Vorgetragenes oft gehetzt gewirkt hat und für Diskussionen nicht genügend Raum war
  • Im Allgemeinen waren viele Veranstaltungen sehr fachspezifisch und haben daher womöglich eher abschreckend auf Menschen gewirkt, die sich bisher noch wenig mit dem Thema befasst haben.
  • Das Angebot an Workshops war mit drei eher gering, angesichts der Dauer der IntWo
  • Es wäre schön gewesen neben den wissenschaftlichen Angeboten auch künstlerischen Zugängen mehr Raum zu bieten, um die Vielfalt an Verarbeitungsmöglichkeiten des Themas besser zu zeigen
  • Insgesamt war die Werbung für die Veranstaltungsreihe ausbaufähig, was sich auch am geringen Vorhandensein neuer Gesichter gezeigt hat

Wir glauben, dass hier ein Widerspruch herrscht, zwischen der Selbstbelobigung der Stadt München als „bunt“, „anti-rassistisch“, freundlich gegenüber „Zuagroasten“ etc. und dem Einsatz, den die Stadt effektiv bei diesen Themen bringt. Unsere Kritikpunkte könnten sehr wahrscheinlich durch eine Aufstockung des Budgets beseitigt werden. Denn die wenigsten Künstler_innen, Autor_innen, Professor_innen usw. werden kostenlos nach München reisen (verständlicherweise). Mit mehr Geld könnten dann nicht nur mehr Veranstaltungen geboten werden, sondern auch Räume mit größerem Komfort (Sauerstoff!) und größerer Kapazität gebucht werden. Auch die Werbetrommel sollte von der Stadt in viel größerem Stil gerührt werden. Nächstes Jahr wünschen wir uns Plakate in jeder U-bahn! Vielleicht braucht es ja tatsächlich einmal die ganz klare Forderung nach mehr Geld, mehr Stellen, mehr Aktivität in den Bereichen Anti-Diskriminierung, Gleichstellung und Diversity. Sich diese Worte auf die Fahne zu schreiben und gleichzeitig der Ansicht sein, dass solche großangelgten Projekte dann von 2-3 Personen gestemmt werden können ist unrealistisch, liebes München!

In diesem Sinne,

ciao & schaut bald wieder rein

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Rückblick auf die Internationalen Wochen

Hallo Häschen,

wie schnell die Zeit vergeht! (Heißt das wir werden alt???)

Am vergangenen Freitag war die Abschlussveranstaltung der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus in München. Hier ist unsere ganz persönliche Sicht auf die dort gebotenen Veranstlatungen:

Los ging’s am Sonntag den 11. März mit dem dokumentarischen Theaterstück „Asyl-Monologe“. Michael Ruf, der Regisseur hat ein beeindruckendes Konzept entwickelt, beim dem die Schicksale von in Deutschland Asylsuchenden ganz im Vordergrund stehen. Die Schauspieler_innen Diana Marie Müller, Vincent Légitimus und Asad Schwarz-Msesilamba kamen ganz ohne Kulissen und Kostüme aus und schafften es allein durch ihre eindringlichen Texte uns eine zweistündige Gänsehaut zu verursachen. Musikalisch untermalt wurden die Monologe von den zarten Querflötentönen von Prisca Mbawala-Dernbach. Die Geschichten erschüttern und berühren so sehr, weil sie wahr sind.

Als nächstes stand unser eigener Workshop auf dem Programm und wie der gelaufen ist, kann im vorherigen Post nachgelesen werden.

Die dritte Veranstaltung war die Präsentation des Dokumentarfilms „Wo kommst du wirklich her?“ am Dienstag den 20. März. Die Regisseurin Christina Antonakos-Wallace war leider nicht anwesend, um den Film zu diskutieren, der die Mehrfach-Identitäten von jungen Menschen in Berlin und New York porträtiert und den Umgang mit Zuschreibungen sehr eindrucksvoll dokumentiert. Die beiden Awareness- und Empowermenttrainerinnen Pasquale Rotter und Kerstin Meißner waren da und haben sich im Anschluss an den Film den Fragen des (leider etwas trägen) Publikums gestellt. Die beiden sind stark in das Projekt with Wings&Roots involviert und benutzen den Film auch im Rahmen von Workshops.

Tags darauf, am Mittwoch den 21. gab es eine (leider geschlossene) Veranstaltung von den Münchner Schulen ohne Rassismus – SOR-SMC. Verschiedene Schulen haben ihre antirassistischen Projekte vorgestellt, uns wurde an dem Tag aber auch klar, dass es auch bei den Projekten mit den besten Intentionen noch einiges an Aufklärungsarbeit braucht. Oft wurde verallgemeinernd von Ausländern und „Menschen mit Migrationshintergrund“ gesprochen, was die Realität gewissermaßen ignoriert. Unser Eindruck war, dass es zum Teil an Selbstreflexion fehlt und wir empfehlen dringend eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Weißsein! Vielleicht ist dann auch beim nächsten Mal mehr diversity zu sehen….

Als nächstes gab es die immer empfehlenswerte Lesung des Standard-Nachschlagewerks „(K)erben des Kolonialismus. Wie Rassismus aus Wörtern spricht.“ am Donnerstag, den 22. März. An diesem Abend haben neben den Herausgeberinnen Nadja Ofuatey-Alazard und Susan Arndt auch die Autorin Prof.Dr. Maureen Maisha Eggers und der Spoken Word Künstler Philipp Khabo Köpsell vorgelesen. Schade war, dass es relativ wenig Zeit zum Lesen und diskutieren gab. Doch die vier schafften es trotzdem auf jede noch so ignorante Frage die passende Antwort zu finden (muss an der jahrelangen Erfahrung liegen…).

Schließlich folgte am Freitag den 23. März das große Finale mit (*Trommelwirbel*) der Fachtagung zum Thema „Rassismuskritische Bildungs- und Soziale Arbeit“. Wir waren fasziniert und beeindruckt von den Vorträgen von Maisha Eggers und Claus Melter, die von Barrierefreiheit bis zu Diversity Management alle Themen abgedeckt und auch die Diskussion mit ihren Denkanstößen bereichert haben. Zwischen den Vorträgen gab die Autorin Farah Melter einen kleinen Vorgeschmack auf ihre Lesung am Abend. Anschließend an die Vorträge gab es zwei heiß begehrte Workshops, geleitet zum Einen von Astride Velho (Thema: Auswirkungen rassistischer Diskriminierung) und zum Anderen von Modupe Laja und Jamie Shearer (Thema: Darstellung von Afrika und Schwarzen Menschen in Schulbüchern). Beide Formate waren (auch dank begrenzter Kapazität und Einmaligkeit des Angebots) sofort ausgebucht. Und wir haben währenddessen Nadja Ofuatey-Alazards Film „Perspektivwechsel II“ zu sehen bekommen  und konnten diesen dann mit Maisha Eggers diskutieren.

Abends gab es dann eeeendlich die Lesung von Farah Melter! Ihr Buch „Rassis-Mus? Nein danke, ich bin satt!“ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten über das wahre Leben und Erleben von Rassismus und Diskriminierung in Deutschland. Für viele Angehörige der Mehrheitsgesellschaft sicherlich gar keine so leichte Kost… Denjenigen mit Rassismuserfahrung werden die Texte bestimmt mehr als einmal ein (bittersüßes) solidarisches Lachen entlocken. In der Diskussion mit Farah Melter offenbarten sich bei einigen Anwesenden leider wieder die tiefsten Abgründe der Ignoranz, doch ein paar positive Kommentare waren eine wilkommene Überraschung.

Den krönenden Abschluss stellte die lang ersehnte Spoken Word Performance von Philipp Khabo Köpsell dar, der neben einer Auswahl aus seinem Buch „Die Akte James Knopf“ auch einige neue scharfzüngige Texte in seinem Repertoire hatte (Stichworte: Sarazzin; Blackface-Theater). Bei dieser atemberaubenden Darbietung blieb dann tatsächlich vielen AdMs das Lachen im Halse stecken. Uns liefen in regelmäßigen Abständen Schauer über den Rücken angesichts der hässlichen Wahrheiten, die Herr Köpsell in der Spoken Word Poetry so kunstvoll verpackt hat. Er hat es geschafft allein mit seiner Stimme und seiner Präsenz ein derart aufwühlendes Gefühlschaos zu verursachen, dass wir auch jetzt beim darüber-Schreiben wieder Gänsehaut bekommen!

Rundherum waren die Internationalen Wochen ein Erfolg, allerdings sind uns doch auch ein paar Dinge aufgefallen, die verbessert werden sollten. Dazu mehr im nächsten Post….

Bis demnächst, Peace!

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Pobody is Nerfect…

Hallo Häschen!

Letzte Woche haben wir unseren nagelneuen Workshop zum ersten Mal durchgeführt. Wir durften gleich dreimal ran und haben drei sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

Die Premiere war ehrlichgesagt schon etwas nervenaufreibend, aber wir haben uns tapfer geschlagen! Teilnehmende waren an diesem Tag einerseits Menschen die sich berufsbedingt mit Rassismus und antirassistischer Arbeit auseinandersetzen, und andererseits Menschen, die Rassismus am eigenen Leib erfahren (haben). Die Vielfalt innerhalb dieser Gruppe hat für spannende Diskussionsimpulse gesorgt. Interessanterweise sind einige derjenigen ohne eigene Rassismuserfahrungen in die altbekannten Fallen getappt… So hat sich offenbart wie stark doch die alltäglichen rassistischen Bilder und Vorurteile in unser aller Köpfen verankert sind.

Natürlich gab es auch Aha!-Momente, so haben wir unser wichtigstes Ziel erreicht und ein paar Leuten die Augen geöffnet und sie dazu gebracht, ihr eigenes Denken und Handeln stärker zu hinterfragen.

Beim zweiten Workshop waren wir dann schon souveräner (trotz Polizei-Kontrollenbedingter verspäteter Ankunft…*). Dort waren die Teilnehmenden eine Gruppe aus Pädagog_innen – alle ohne persönliche Rassismuserfahrungen. Diese Zielgruppe war uns besonders wichtig, da diese Menschen für viele Kinder und Jugendliche sehr wichtige Bezugs- und Identifikationspersonen sind bzw. sein sollen. Und dafür ist der sensible Umgang mit Alltagsrassismus von großer Bedeutung.

Der dritte Workshop war für uns am spannendsden. Die Jugendlichen hatten ganz individuelle Erfahrungen und Meinungen zum Thema Alltagsrassismus und haben uns durch ihre Reaktionen und ihr feedback am meisten geholfen zu erkennen, was wir im Workshop noch verbessern können.

Insgesamt haben wir sehr viel nützliche Kommentare und Tipps, konstruktive Kritik und Vorschläge erhalten und sind ständig dabei diese in unseren Workshop einfließen zu lassen. Wir wollen die nächsten Tage (oder Wochen) nutzen, um den Workshop zu optimieren. Letztlich gilt wohl aber nicht nur für die Teilnehmenden „Learning by Doing“, wir bleiben offen für Ideen und Inputs aller Art.

* Die Geschichte mit der Polizeikontrolle war übrigens folgendermaßen: Auf der 10-minütigen Fahrt zur Workshop location hat uns die Kripo (in Zivil) rausgewunken. Wir waren not amused… Die beiden Herren haben sich entschlossen uns sehr ausgiebig zu befragen und uns bzw. unsere Taschen/das Auto genauestens zu durchsuchen. Was sie gesucht haben, wollten sie nicht verraten, aber nachdem T. dann auch noch zum Drogentest aufgefordet wurde, lag die Vermutung nahe, dass sie erwartet hatten, außer Labello noch andere süchtig-machende Stoffe in meiner Handtasche zu finden….Tja, sie hatten kein Glück.

Wir hätten den beiden gern noch mehr über unseren Workshop erzählt, aber so ganz offene Ohren hatten sie dafür nicht *räusper*Polizeikalender*räusper*…

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Premiere!

Es ist soweit – unser allererster Workshop feiert Premiere. Und zwar nicht nur irgendwie, irgendwo, irgendwann, sondern während der Internationalen Wochen gegen Rassismus in München! Das komplette Programm ist hier zu finden.

Wir haben die Ehre unseren Workshop gleich an zwei Tagen durchführen zu können. Am 13.März gibt es die erste Möglichkeit zusammen mit uns zu erarbeiten, in welchen uns allen bekannten Situationen sich Rassismus verstecken kann. Am 14.März findet der Workshop vormittags und nachmittags statt und wir sind schon sehr gespannt auf das feedback der Teilnehmenden.

Übrigens, die Internationalen Wochen beginnen HEUTE – mit einem dokumentarischen Theaterstück das die Themen Flucht und Asyl in Deutschland behandelt. Wir freuen uns schon auf eine ergreifende Performance!

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new kids on the bloG

Wir arbeiten an einem  Workshop der erkennen helfen soll, in welchen alltäglichen Situationen sich Rassismus verstecken kann und wie er sich vermeiden lässt. Oft sagen wir Etwas das nett gemeint ist und verletzen damit trotzdem. Wir regen durch Sketche und Beispiele aus unserem Alltag zum Diskutieren und Nachdenken an.

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